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Vischer, Christoph (auch Piscator, Fischer)

GND: 116535210

geb. ca. 1520 in Joachimsthal, gest. 1597 in Celle, luth. Theologe und Liederdichter

V. studierte in Wittenberg, wo er am 20.3.1540 den Baccalaureus und am 25.1. 1543 den Magistergrad erwarb, und wurde am 6.2.1544 von Bugenhagen ordiniert, um anschließend Pfarrer in Jungfrauenkloster in Jüterbog zu werden. Mit Melanchthon stand er im Briefwechsel. Wohl nach 1550 wurde er Pfarrer in Bensen. 1552 erhielt er mit Empfehlung Melanchthons die Superintendentenstelle in Schmalkalden, aus der Caspar Aquila vorher entlassen worden war. 1571 wurde er Pfarrer und Generalsuperintendent in Meiningen, ging aber schon drei Jahre später nach erst als Hofprediger nach Celle, dann 1577 als Oberpfarrer an St. Marien nach Halberstadt. 1583 wurde er Generalsuperintendent und Hofprediger in Celle, wo er am 22.1.1597 oder 1600 starb. V. hat sich an den theologischen Auseinandersetzungen der Zeit beteiligt, war wohl Gegner des Interims, scheint aber majoristischer Tendenzen verdächtigt worden zu sein, wovon er sich auch durch Verweis auf seine Unterzeichnung der FC nicht befreien konnte. Er veröffentlichte zahlreiche Streit- und Trostschriften und dichtete wohl das Kirchenlied „Wir danken die Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist.“

ADB 7, 51f und 40, 30f.

Quellen

1555
Kurzer einfältiger Bericht vom Abendmahl; V 1681  (Autor)
1563
Vischer, Warnung vor den falschen Propheten; V 1677  (Autor)
1574
Bericht vom Abendmahl; V 1629  (Autor)
Vischer, Falsche Propheten; V 1702  (Autor)

Zitierhinweis

Vischer, Christoph (auch Piscator, Fischer), in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/b277de8a-285b-46dc-b29d-2af5625815a6>. (Zugriff am 27.01.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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