Schimpfwort des Monats

Die Autoren der Streitschriften pflegten eine starke und sehr bildhafte Sprache. In einer Zeit, in der die Alphabetisierungsrate sehr niedrig lag, war es ein probates Mittel, den Gegner durch Beschimpfung wirksam und einprägsam zu charakterisieren und zu beschreiben, um so die eigene inhaltliche Argumentation zu verstärken. Die polemische Sprache ist auch als Ausdruck der starken inneren Beteiligung der Kontrahenten zu verstehen. An dieser Stelle werden einzelne Invektiven aus dem Schriftencorpus im Zitat nachgewiesen und erläutert.

Schimpfwörter nach Alphabet

Schalk, Grundschalk

... gleichwie Cain mit seinem Bruder redet vnd sich freündtlich stelt, ob er wol imm hertzen jn zu tödten gedacht, Also hat diser grundtschalck Alphonsus seinem Bruder die allerbessten wort gegeben, biß er hinderwerts jn als ein rechter Papist...

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Gleisner

(…) also auch zu vnsern zeyten verdammen vnd verfolgen die Türcken nicht so seer die warhafftigen leer Göttlichs worts als Erstlich die Pebst, Pfaffen vnd Tyrannische Pfaffenknecht vnd darnach alle andere gleißner vnd Judas, das ist: des...

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